Management

Geprüft durch KPMG

Nachhaltige Unternehmenssteuerung

Die FMG bekennt sich klar zu ihrer ökonomischen, ökologischen und sozialen Verantwortung, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden ist. Nachhaltiges Wirtschaften ist und bleibt deshalb ein integraler Bestandteil der Konzernstrategie.

Wesentlichkeitsprozess: Themen identifizieren und integrieren

Der Flughafen München handelt als »Corporate Citizen« innerhalb der Gesellschaft bewusst verantwortungsvoll und nimmt die Themen und Anliegen seiner Anspruchsgruppen fortlaufend auf. Er begreift den Dialog mit seinen Anspruchsgruppen als Chance, seine Geschäftstätigkeit nachhaltig weiterzuentwickeln. Das Nachhaltigkeitsmanagement des Unternehmens integriert die Anliegen der Stakeholder in die strategische Planung und die operative Umsetzung. In einem Wesentlichkeitsprozess identifiziert und priorisiert die FMG die wesentlichen Themen aus Sicht der externen Stakeholder und der Konzernmitarbeiter. Bereits bestehende interne Prozesse und Methoden werden hierfür an den internen Strategieprozess gekoppelt. Die FMG hat sich das Ziel gesetzt, die Prozesse, insbesondere hinsichtlich der Einschätzung und Messbarkeit von internen und externen Auswirkungen, kontinuierlich zu verbessern.

Konnektivität Die wesentlichen Themen der Matrix korrespondieren mit den sechs Kapitalarten.

Die konzernweite Wesentlichkeitsanalyse orientiert sich an den Standards der Global Reporting Initiative (GRI-Standards). Sie ist ein bedeutendes Instrument des strategischen Nachhaltigkeitsmanagements. Auf dieser Grundlage kann die Geschäftsführung über zentrale Weichenstellungen für eine nachhaltige Entwicklung des Konzerns entscheiden.

Wesentlichkeitsmatrix1

  • Biodiversität
    • Ökologische Vielfalt wertet die Umgebung naturschutzfachlich auf
    • Gesellschaft profitiert von Umwelt und Natur im Gleichgewicht
  • Mitarbeiterzufriedenheit
    • Weniger Fehlzeiten
    • Mitarbeiter erfahren Wertschätzung für ihre Leistung, werden auf diese Weise motiviert und an das Unternehmen gebunden
    • Unternehmen wirkt nach außen attraktiv für potenzielle Bewerber
  • Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
    • Die FMG investiert in die Arbeitssicherheit und Gesundheit ihrer Mitarbeiter, wodurch die Anzahl der Fehltage und die Kosten gesenkt werden können
    • Die Mitarbeiter profitieren von einem breit angelegten Gesundheitsprogramm
  • Lärmemissionen und Lärmschutz
    • Ansiedlung von lärmarmen Flugzeugen am MUC (zum Beispiel Airbus 350), lärmabhängige Landeentgelte
    • Lärmemissionen belasten die Umwelt
    • Anwohner sind Lärmemissionen ausgesetzt
  • Vernetzung der Verkehrsträger (Seamless Travel)
    • Kosten für neue Innovationen
    • Positive Auswirkung auf Know-how durch innovativen Charakter des Projekts
    • Nahtloses Reiseerlebnis
  • Luftverkehrsentwicklung
    • Langfristig erwarteter Zuwachs im Luftverkehr am Standort wirkt positiv auf Finanzen
    • Erhalt und Schaffen von Arbeitsplätzen
    • Umweltbelastung steigt durch Zuwachs im Luftverkehr
    • Gesellschaft profitiert von Verbindungen zu zahlreichen Destinationen und der wachsenden Bedeutung des Standorts
  • Landseitige Verkehrsanbindung
    • Kosten bei Beteiligung an den Maßnahmen
    • Bessere Anbindung des Flughafens über Straße und Schiene
    • Umweltbelastung steigt durch höheres Verkehrsaufkommen
    • Gesellschaft und Wirtschaft in angrenzenden Städten und Gemeinden profitieren von optimierter Infrastruktur in der Flughafenregion
  • Schonender Umgang mit Ressourcen
    • Kostenreduktion durch sparsamen Umgang mit Trinkwasser
    • Investitionen in den Bau von Brauchwasserbrunnen und die Installation von Bodenfiltern zum Schutz des Grundwassers
    • Verringerte Belastung für die Umwelt
    • Vermeiden und Wiederverwerten von Abfall als oberste Priorität
  • Sicherheit im Luftverkehr
    • Finanzen: Erhalt der Betriebserlaubnis durch zeitgerechte Erbringung der erforderlichen Nachweise und Dokumentationen
    • Anwendung aktuellster Sicherheitsstandards und Erfahrung bei Umsetzung
    • Ein Höchstmaß an Sicherheit schafft Vertrauen
  • Digitalisierung
    • Digitale Angebote eröffnen neue Geschäftszweige
    • Die digitale Transformation des Flughafens erweitert die unternehmenseigene Expertise
    • Unternehmen leistet Beitrag zu digitalem Fortschritt
  • Kundenorientierung
    • Kundenorientierung schafft bspw. Kaufanreize, erhöht die Kundenbindung und gibt somit positive Impulse auf Wirtschaftlichkeit des Unternehmens
    • Kunden profitieren von einem Angebot, das auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist
  • Treibhausgas- (CO2) und Luftschadstoffemissionen
    • Umwelt wird durch Betrieb beeinträchtigt, Klimaschutzstrategie führt zu deutlich geringerer Umweltbelastung
    • Reduzierung der Umweltbelastung kommt Anwohnern in der Region zugute
  • Mitarbeitergewinnung und Ausbildung
    • Unternehmenswissen wird weitergegeben und durch neue Impulse von außen weiterentwickelt
    • Gemeinden und Landkreise in Bayern profitieren vom Arbeitgeber Flughafen
    • Steigende Lebenshaltungskosten durch wachsenden Zuzug in Region
    • Bewerber erhalten Ausbildung und Arbeitsplatz
  • Chancengleichheit und kulturelle Vielfalt
    • Alle Mitarbeiter werden unabhängig von Alter, Geschlecht und Herkunft gleichbehandelt, erhalten gleiche Chancen und Gehälter.
    • Gleichberechtigung und Förderung von Vielfalt am Arbeitsplatz unterstützt Integration in die Gesellschaft
  • Compliance und Corporate Governance
    • Mitarbeiter werden zu einem verbindlichen Verhaltensrahmen geschult. Dies gibt Handlungssicherheit. Ein elektronisches Hinweisgebersystem steht zur Verfügung.
    • Eine Unternehmensstruktur mit klaren Zuständigkeiten erfüllt die Erwartungshaltung der Öffentlichkeit nach Transparenz und Verantwortung
  • Nachhaltige Beschaffung
    • Für 2020 betrug das Beschaffungsvolumen des Flughafen München Konzerns rund 643 Millionen Euro (netto).
    • Bieter müssen Nachweise über die Einhaltung von Umweltmanagementnormen erbringen, kurze Transportwege bei Geschäftspartnern aus der Region reduzieren CO2-Emissionen
    • Der Flughafen München Konzern wird hauptsächlich von Geschäftspartnern aus der Region beliefert, allein 61 % der Unternehmen kommen aus Bayern
  • Dialog mit gesell­schaftlichen Anspruchs­gruppen wie Politik und regionalen Partnern2
    • Konzernweite Beschaffung in 132 Warengruppen
    • Kurze Lieferwege tragen dazu bei, Emissionen zu reduzieren
    • Unterstützung der regionalen Wirtschaft und Beitrag zur Wertschöpfung in der Region
    • Positive Wahrnehmung und damit erhöhte Akzeptanz in der Region
  • Weiterbildung und Kompetenzmanagement
    • Weiterbildungskosten
    • Insgesamt Zuwachs von Know-how im Unternehmen
    • Mitarbeiter vergrößern ihre fachliche Kompetenz
  • Infrastrukturentwicklung und nachhaltiges Bauen
    • Kosten für Ausbau
    • Einnahmen durch Mieten und Verpachtung
    • Weiterentwicklung des Airport-Campus schafft Attraktivität für Ansiedlung von Unternehmen und Geschäften
    • Belastung der Umwelt gegeben, aber durch nachhaltiges Bauen reduziert
  • Off-Campus-Wachstum
    • Die FMG-Tochter MAI (Munich Airport International) baut den Geschäftszweig Internationales Consulting mit weltweiten Projekten der FMG-Experten aus.
    • Das vorhandene Know-how wird genutzt und durch den Erfahrungszuwachs auch außerhalb des Flughafen-Campus stetig gesteigert.
  • Generationenwandel
    • Der Wissenstransfer in die nächste Generation ist von zentraler Bedeutung
    • Jüngere Mitarbeiter profitieren vom Wissen und der Erfahrung ihrer älteren Kollegen
Bedeutung für interne Stakeholder
  • gering
  • mittel
  • hoch
  • sehr hoch
Bedeutung für externe Stakeholder
  • gering
  • mittel
  • hoch
  • sehr hoch

Bewegen Sie die Maus über die unterschiedlichen Kapitalienicons und klicken Sie auf die Themen innerhalb der Matrix für weitere Informationen.

1 Die Wesentlichkeitsmatrix basiert auf den Bezeichnungen des strategischen Programms 2019.

2 Bilaterale Kommunikation mit gesellschaftlichen Anspruchsgruppen und Zusammenarbeit mit regionalen Partnern (z.B. Sponsoring) werden ab IB2020 als neues wesentliches Thema dargestellt: Dialog mit gesellschaftlichen Anspruchsgruppen wie Politik und regionalen Partnern

  1. Identifizierung: Die FMG befragt mit der Veröffentlichung des integrierten Berichts jährlich die zentralen Stakeholder-Gruppen sowie das FMG-Management.
  2. Priorisierung: Die Ergebnisse dieser Befragung werden in einer Wesentlichkeitsmatrix mit zwei Achsen dargestellt. Die beiden Achsen bilden jeweils die Bedeutung der einzelnen Themen für interne und externe Anspruchsgruppen ab. Diese Themen werden mit den Experten im Unternehmen diskutiert und inhaltlich den strategischen Handlungsfeldern zugeordnet. Zudem finden die Themen Eingang in den Zieleprozess.
  3. Validierung: Beim jährlichen strategischen Zieleprozess diskutieren Führungskräfte die relevanten Themen. Außerdem liefert die Stakeholder-Befragung externes Feedback zu den Inhalten des integrierten Berichts. Themenfelder und Ziele werden angepasst, ergänzt oder neu aufgenommen.
  4. Implementierung: Zu jedem wesentlichen Thema sind im strategischen Nachhaltigkeitsprogramm konkrete Ziele und Maßnahmen sowie der Fortschritt bei der Umsetzung für die Erfolgsmessung abgebildet. Führungskräfte verantworten die Ziele des Nachhaltigkeitsprogramms und die Umsetzung der zugehörigen Maßnahmen. Im Rahmen von jährlichen Zielgesprächen wird das strategische Nachhaltigkeitsprogramm mit den jeweiligen Fachbereichen aktualisiert und die Zielerreichung beurteilt.

Neben den bereits im Jahr 2019 als sehr hoch priorisierten Themen »Kundenorientierung«, »Sicherheit im Luftverkehr«, »Treibhausgas- (CO2) und Luftschadstoffemissionen und »Digitalisierung« stieg 2020 die Bedeutung der Themen »Luftverkehrsentwicklung«, »Landseitige Verkehrsanbindung« und »Schonender Umgang mit Ressourcen« bei den internen und externen Stakeholdern. Für die Befragung wurden die Themen »Bilaterale Kommunikation mit gesellschaftlichen Anspruchsgruppen« und »Zusammenarbeit mit regionalen Partnern« kombiniert und als »Dialog mit gesellschaftlichen Anspruchsgruppen wie Politik und regionalen Partnern« dargestellt.

Ziele für nachhaltige Entwicklung: zwölf aus 17

Der Flughafen München unterstützt die Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen: Die FMG hat zwölf für sie relevante und beeinflussbare SDGs identifiziert, die sie mit ihren strategischen Projekten bis zum Jahr 2030 vorantreiben will. Konkrete Ziele und Maßnahmen des Flughafens, die auf die Erreichung der SDGs einzahlen, werden im Nachhaltigkeitsprogramm präsentiert.

  • Gesundheit und Wohlergehen

    Bedeutung

    Die FMG hat sich zum Ziel gesetzt, den Arbeitsschutz weiter zu verbessern und dadurch die Unfallereignisse sowie die unfall- und krankheitsbedingten Ausfallzeiten zu reduzieren.

    Wesentliches Thema

    Maßnahmen

    • Fortlaufende Verbesserung der Safety- und EASA-Compliance durch den Betrieb eines Safety-Management-Systems
    • Vorbeugung möglicher Kollisionen durch ein professionelles Biotopmanagement (beispielsweise durch angepasstes Mahdkonzept)
    • Erfolgreiche Teilnahme an der ACI Airport Health Accreditation
    • Verankerung der optimierten Hygienemaßnahmen (z.B. Vor-Ort-Checks) im kontinuierlichen Verbesserungsprozess
    • Robotik: Entwicklung eines Konzepts zur Automatisierung von Prozessen im Bodenverkehrsdienst in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut
    • Implementierung zusätzlicher steuerungsrelevanter Kennzahlen, Konzeption und Einführung neues Berichtswesen
    • Arbeitsmedizinische Vorsorge, gesunde Arbeitsplatzmodelle und Ergonomieberatung, Ausweitung Muskel-Skelett-Programm, Modellprojekt Health Lounge AeroGround
    • Wiederherstellung der Beschäftigungsfähigkeit langfristig erkrankter Mitarbeiter
    • Neugestaltung des Casinos und kontinuierliche Verbesserung der Mitarbeiterverpflegung
    • Erhebung der psychischen Belastung und Ableitung von geeigneten Maßnahmen, um diese zu reduzieren
    • Projekt zur Sensibilisierung der verhaltensorientierten Arbeitssicherheit
    • Beschaffung der Wach- und Einsatzkleidung unter Berücksichtigung der Reduzierung der thermischen Belastung
    • Lärmschutzstrategie (aktiver Schallschutz, Flugverfahren, zum Beispiel CDA, Flugrouten, Landeentgelte; passiver Schallschutz, Lärmschutzprogramme) konzipieren und weiterentwickeln
    • Begleitung des Lärmaktionsplans der Regierung von Oberbayern unter Wahrung der Interessen der FMG
    • Erhöhung der Lärm- und Emmissionsentgelte im Rahmen der neuen Entgeltrahmenverordnung als Anreiz zur Modernisierung der Flotte
    • Fluglärmüberwachung unter Einsatz innovativer Technik und dazugehörige Kommunikation
  • Hochwertige Bildung

    Bedeutung

    Die Möglichkeit zum kontinuierlichen Lernen bietet die FMG ihren Mitarbeitern seit Jahren unter anderem durch die flughafeneigene Bildungseinheit Airport Academy. Ziel ist die bedarfsgerechte und gezielte Förderung der persönlichen und beruflichen Entwicklung der Mitarbeiter.

    Wesentliches Thema

    Maßnahmen

    • Einheitliche Serviceschulungen am Campus, Entwicklung von maßgeschneiderten Workshops zur Optimierung von Service and Hospitality
    • Trainingsmodule zum Thema "Führen in der Krise" erarbeiten und durchführen
    • Erarbeitung neuer Schulungsmodelle für das Leadership-Excellence-Programm
    • Identifikation von Qualifizierungsbedarf aufgrund von Aufgabenveränderung
    • Nachwuchsprogramme und zeitgemäße, bedarfsorientierte Berufsausbildung schaffen
    • Unterstützung des generationsübergreifenden Wissenstransfers und Weiterbildungsangebote für Beschäftigte
  • Geschlechtergleichheit

    Bedeutung

    Als international ausgerichtetes Unternehmen profitiert der Münchner Airport von der Vielfalt seiner Mitarbeiter. Er respektiert den kulturellen Hintergrund aller Beschäftigten und berücksichtigt deren unterschiedliche Interessen und Bedürfnisse. Als Arbeitgeber übernimmt die FMG Verantwortung für ihre Mitarbeiter, sichert Chancengleichheit und bietet Perspektiven auf allen Ebenen. Fester Bestandteil der Personalarbeit ist die Förderung von Frauen in Führungspositionen.

    Wesentliches Thema

    Maßnahmen

    • Entwicklung von Maßnahmen analog der unterschiedlichen Vielfaltsdimensionen der Charta der Vielfalt
    • Gleichberechtigte Teilhabe von Männern und Frauen in Führungspositionen im Flughafen München Konzern gemäß der Zielvorgaben im Konzernlagebericht
  • Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen

    Bedeutung

    Ziel des Wassermanagements am Münchner Flughafen ist es, den natürlichen Wasserhaushalt so wenig wie möglich zu beeinflussen und alle Einwirkungen durch Gewässerbewirtschaftung, Entwässerung sowie Trink- und Löschwasserversorgung schonend zu gestalten. Hierzu zählen die Aufbereitung von Enteisungsmitteln und der Umgang mit dem Grundwasser. Das zertifizierte Umweltmanagement belegt die zahlreichen Umweltaktivitäten.

    Wesentliches Thema

    Maßnahmen

    • Verstärkter Einsatz von Brauchwasser statt Trinkwasser durch den Bau von Brauchwasserbrunnen
  • Bezahlbare und saubere Energie

    Bedeutung

    Seit 2008 unternimmt die FMG ambitionierte Schritte, den CO2-Ausstoß von ca. 160.000 t (bezogen auf das Basisjahr 2005) trotz Ausbau und Verkehrswachstum nicht weiter zu erhöhen. Hierzu zählt das Blockheizkraftwerk (BHKW), mit dem der Flughafen mehr als die Hälfte seines Strombedarfs mit umweltfreundlichem Erdgas erzeugt. Auch die verstärkte Nutzung von Fotovoltaikanlagen auf dem Campus hilft dabei, den CO2-Ausstoß zu reduzieren.

    Wesentliches Thema

    Maßnahmen

    • Beschaffung von Grünstrom für Kunden in Scope 3
    • Ausbau Fotovoltaikanlagen auf Dachflächen von Gebäuden des Campus
    • Weiterentwicklung des regenerativen Energien-Konzepts 2030 zur Energieversorgung auf Basis Erneuerbarer Energie innerhalb der CO2-Strategie (mit dem Ziel Net Zero MUC 2050)
  • Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum

    Bedeutung

    Die Geschäftstätigkeit des Flughafens hat erheblichen Einfluss auf viele verschiedene Bereiche und Akteure: die Wirtschaftsstandorte München, Bayern und Deutschland, die Region und ihre Einwohner, seine Mitarbeiter, aber auch auf die Passagiere sowie die am und um den Flughafen angesiedelten Unternehmen und andere Stakeholder-Gruppen. Übergeordnetes Ziel ist der nachhaltige Betrieb des Flughafens.

    Der Flughafen München ist in den Geschäftsfeldern Aviation, Commercial Activities und Real Estate tätig. Das Leistungsportfolio des Konzerns deckt nahezu alle am Flughafen-Campus verfügbaren Leistungen ab – vom Flugbetrieb über die Passagier- und Frachtabfertigung bis zum Einzelhandel, zum Hotelgewerbe und zur Gastronomie. Ziel ist es, im gesamten Geschäftsmodell sichere Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter zu gewährleisten.

    Wesentliches Thema

    Maßnahmen

    • Umsetzungskonzept für die Identifikation und regelmäßige Erfassung von steuerungsrelevanten, nicht-finanziellen Kennzahlen
    • Stärkere Implementierung relevanter nicht-finanzieller KPIs in die bestehenden Steuerungsinstrumente des Konzerncontrollings (z.B. Reporting)
    • Entwicklung bzw. Anwendung von Methoden zur Berechnung / Messbarkeit von nicht-finanziellen und finanziellen KPI-Werten
    • Konkretisierung der Strategie 2030 in eine Umsetzungs-Roadmap inkl. der Quantifizierung der Maßnahmen (KPIs)
    • Durchführung diverser Organisationsprojekte, um effizientere und krisenangepasste Organisationsstrukturen zu schaffen
    • Beitrag durch Maßnahmen wie Überstundenabbau und Kurzarbeit (bis Ende 2021) sowie Notlagentarifvertrag
    • Höchst sozialverträgliche Maßnahme entwickeln, beispielsweise Vorruhestandsregelungen oder Freiwilligenprogramm
    • Einführung systematischer Prozesse zur spezifischen Identifizierung, Priorisierung und Steuerung nicht-finanzieller Chancen und Risiken (z.B. Risiken mit Klimabezug)
    • Bereitstellung von Luftverkehrsinfrastruktur zur Verkehrssicherung und Sicherung des Verkehrswachstums
    • Teilnahme an Forschungsarbeiten innerhalb des Flughafenkonsortiums »SEAC 2020«
    • Nachhaltiger Wiederaufbau des Luftverkehrs am Standort nach der COVID-19 Krise und Absicherung der Drehkreuzfunktion zur Erhaltung der Konnektivität für den Wirtschaftsraum München
    • Effizienter Ressourceneinsatz & Weiterentwicklung des Standorts entlang der SESAR Leitlinien
    • Unterstützung des Fraunhofer-Instituts bei einer Studie zu Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Verkehr
    • Standardisierung und Optimierung von Prozessabläufen, Aufbau eines Prozessmanagements und Implementierung von Qualitätssicherungsmaßnahmen
    • Vorantreiben von Innovationen durch Unterstützung aller Konzerneinheiten bei der Marktforschung und Trendbeobachtung, Bewertung und Auswahl sowie Initiierung und Umsetzung von Ideen
    • Strategische Positionierung und Begleitung der Schaffung des Rechtsrahmens für Drohnen und autonome Luftfahrzeuge
    • Post-Merger-Integration der amd.sigma GmbH
    • Aufbau einer Research & Development Einheit inklusive New Business Development
    • Evaluation / Aufbau von Regionalbüros und dezentralen Projekt/Betriebsstandorten
    • Wissenschaftliche Aufbereitung des Themas und abschließende Ableitung eines Sustainable Destination Action Plans
    • Stärkung der gezielten, internen Kommunikation
    • Wettbewerbsfähige Beschäftigungsbedingungen beibehalten z.B. durch Schaffung moderner Arbeitsplätze
    • Nutzung neuer Formate im HR-Marketing, beispielsweise bessere Kandidatenansprache und zielgruppenspezifische Recruiting-Kampagnen
    • Mitarbeiterbefragung (MAB) durchführen, Ableitung von Optimierungspotenzial und Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen
    • Analyse: Möglichkeit der zeitlich kürzeren Abstände zwischen MABs, bestenfalls digitale MABs durchführen
    • Mittelfristige Steuerung von zukünftigem Personalbedarf und Ableitung geeigneter Maßnahmen unter Berücksichtigung von Potenzialen aus Digitalisierung und Prozessoptimierung, um trotz Austritten erfolgreich und effizient zu bleiben
  • Industrie, Innovation und Infrastruktur

    Bedeutung

    Die Strategie 2025 zeigt zentrale Themen zur Weiterentwicklung des Geschäftsmodells auf und gibt die Ausrichtung für das zukünftige Wachstum des Flughafens München vor. Die Flughafen München GmbH baut die Flughafeninfrastruktur bedarfsgerecht aus, vernetzt Verkehrsträger miteinander und erweitert das landseitige Verkehrsangebot – immer mit Fokus auf Qualität und die Bedürfnisse der Kunden. Negative Auswirkungen auf die Natur und das Flughafenumland werden so gering wie möglich gehalten, beispielsweise durch umfangreiche Ausgleichs- und Lärmschutzmaßnahmen sowie die Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum für Mitarbeiter.

    Wesentliches Thema

    Maßnahmen

    • Weiterentwicklung der Airport Community App, die relevante Informationen digital für alle am Campus operativ tätigen Zielgruppen bereitstellt (unabhängig ob Airline, Flughafen Behörde, Abfertiger)
    • Nutzung der aktuell niedrigeren Verkehrszahlen, um Sanierungsarbeiten an den Start- und Landebahnen möglichst ressourcenschonend sowie mit möglichst geringen Beeinträchtigungen für den Luftverkehr durchzuführen
    • Bestmögliche Nutzung der aktuellen IT Infrastruktur, um eine effiziente Passagierstromlenkung gewährleisten zu können
    • Bereitstellung eines Airport Operations Plan (als KPI-Dashboard) im Rahmen des SESAR Deployments
    • Entwicklung neuer digitaler Produkte, Services und Dienstleistungen (zum Beispiel Weiterentwicklung Passngr-App, Weiterentwicklung des WiFi-Portal)
    • Entwicklung eines besseren Verständnisses der Kundenanforderungen (B2C, B2B und auch B2E) für die Entwicklung digitaler Produkte und Services
    • Weiterentwicklung der digitalen Kanäle um die Informationsweitergabe für Kunden und Mitarbeiter sicherer und effizienter zu gestalten
    • Vollständige Digitalisierung der Prozesse Störbeseitigung, Instandsetzung und Wartung der technischen Anlagen am Campus inkl. Einsatz von digitalen Endgeräten
    • Entwicklung einer integrierten Lösung zur Abbildung von Workflows inklusive Schnittstellen zu bestehenden Systemen, um für schnellere Durchlaufzeiten, weniger Fehler und reduzierten manuellen Aufwand in der Bearbeitung von Aufgaben zu sorgen
    • Aufbau eines konzernweiten Datenmanagements um zahlreiche Datenquellen qualitätsgesichert und unter Einhaltung der rechtlichen Rahmenbedingungen für aktuelle und zukünftige Use Cases (Datenanalysen, Maschinelles Lernen, schnelle Prototypen) nutzbar zu machen
    • Anpassung IT-Landschaft an Bedürfnisse internationaler Mobilität, Kollaboration mit internationalen Kunden an internationalen Standorten und Digitalisierung von Geschäftsprozessen
    • Konzernweiten kontinuierlichen Verbesserungsprozess (Passagierzufriedenheitsdaten, ASQ, Dialogmanagement etc.) weiterentwickeln, betreiben, überwachen und koordinieren
    • Qualitäts- und Serviceoffensive (5-Star-Programm) fortführen und weiterentwickeln
    • Verbesserte Belegung der Flächen und Bereinigung und Optimierung des Portfolios im Centermanagement
    • Stärkere Integration von Nachhaltigkeitskriterien in die Auswahl von zukünftigen Mietern
    • Konzeption und Realisierung des Einsatzes neuer Technologien zur Passagierinformation
    • Erdinger Ringschluss: erstes Teilprojekt - Tunnel Flughafen München fertigstellen
    • Erdinger Ringschluss: zweites Teilprojekt - Bau des Teilabschnitts bis Schwaigerloh fertigstellen
    • Projekt ABS 38 (Ausbaustrecke München Mühldorf Freilassing - Salzburg) inklusive des Teilprojekts Walpertskirchener Spange bedarfsorientert vorantreiben
    • Verbesserung der überregionalen Schienenanbindung durch die Entwicklung eines erweiterten ÜFEX-Konzepts für den Flughafen München
    • Analyse der Möglichkeiten einer Einbindung des Flughafens München in den Deutschlandtakt
    • Nutzung einer digitalen Plattform, auf der Konzernmitarbeiter Verbesserungsvorschläge für alle Unternehmensbereiche einbringen können
    • Neugestaltung der Airport Academy auf dem Areal der AirSite West
  • Nachhaltige Städte und Gemeinden

    Bedeutung

    Für den Flughafen München als intermodale Drehscheibe ist eine attraktive und leistungsfähige Anbindung über die Straße und vor allem über die Schiene von großer Bedeutung. Dementsprechend liegt für den Flughafen München das Hauptaugenmerk auf der attraktiven Vernetzung mit dem Personenfernverkehr auf der Schiene beziehungsweise dem intermodalen Zusammenspiel von Schienen- und Luftverkehr.

    Wesentliches Thema

    Maßnahmen

    • Ausgewählte Areale nach den Standards der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) zertifizieren; ausgewählte Gebäude nach Goldstandard bauen
    • Lebenszykluskostenanalyse für Neubauten mit Legep Software implementieren
    • Datenbank über Maßnahmen mit hohem Einsparungspotential generieren
    • Inbetriebnahme des Knotens West 0
    • Schaffung bezahlbaren Wohnraums für Mitarbeiter in Abstimmung mit den Gemeinden der Region
    • Erschließung AirSite West und nördliches Bebauungsband
    • Weiterentwicklung des städtebaulichen Konzepts LabCampus und Umsetzung der Baumaßnahmen LabCampus (beispielsweise Airport Academy)
    • Aufbau von Strukturen zur Schaffung einer vernetzten Campus­Mobilität
    • Bereiche für autonomes Parken bereitstellen, um so Zeitersparnis, Stellplatzoptimierung und Verkürzung der Reisezeit zu erzielen
    • Reduktion des CO2 Ausstoßes von Fahrzeugen durch eine optimierte Verkehrsführung inklusive optimierter Stellplatzauslastung
  • Nachhaltiger Konsum und Produktion

    Bedeutung

    Bei eingesetzten Ressourcen verfolgt der Flughafen München eine Strategie des schonenden, sparsamen und im Sinne kommender Generationen verantwortlichen Umgangs mit natürlichen Ressourcen, wobei das Lieferantenmanagement von großer Bedeutung ist.

    Wesentliches Thema

    Maßnahmen

    • Risikoanalyse und Prozessfestlegung fertiggestellt, einzelne Maßnahmen wurden umgesetzt, andere initialisiert (bspw. Sensibilisierung)
    • Analyse: Sensibilisierungsmaßnahmen der Belegschaft bspw. bzgl. Themen wie Menschenhandel
    • Review der Compliance-Richtlinien und Erstellung eines Code of Conducts
    • Umsetzungskonzept für die Integration des Code of Conducts und der Maßnahmen aus dem Risikomanagement in die Einkaufsrichtlinie und den purchase to pay Prozess
    • Lieferanten/Dienstleister informieren (zum Beispiel durch Informationsveranstaltungen für potentielle Lieferanten aus der Region)
    • Erhebung und Veröffentlichung der FMG-Umsätze in der Region
    • Nutzung von nachhaltigen Materialien für die Produktion von Werbeflächen sowie regionale Produktion (Vermeidung von Transport), Einsatz von luftfilternden Werbeflächen auf Riesenpostern, Wiederverwertung und Recycling von Folien und Planen sowie Carbon-Offsetting als Teil des Angebots
    • Reduktion von Abfallprodukten durch stärkere Nutzung von digitalen Werbeflächen unter Berücksichtigung eines hohen Energiestandarts der digitalen Werbemedien
    • Einführung eines Kennzeichenerfassungsystems (v.a. bei Vorfahrten), Vorantreiben des kontaktlosen Zahlens und Möglichkeit der Zahlung mit Kreditkarte bei Ein,- und Ausfahrt in Parkhäuser
    • Erweiterung von »Sustainable Services« im Angebotsportfolios des Flughafens
    • Einführung digitaler Destinationsinformationen (QR Codes) , Auflösung der analogen Infoständer im Terminal 1
    • Vorstellung nachhaltiger Tourismusanbieter; Beitrag zu Entzerrung der Tourismusströme durch Kommunikation von wenig bekannten Attraktionen; Verstärktes Story-Telling nachhaltiger Themen z.B. durch Markenbotschafter von München Tourismus und Bayern Tourismus Marketing
    • Steuerung des konzernweiten Umweltmanagements nach den Auflagen von EMAS und DIN EN ISO 14001 (unter anderem in den Themenfeldern Lärm und Lärmschutz, Wasser, Boden, Luft, Natur-, Arten- und Klimaschutz) inkl. Rezertifizierung
    • Business Case: Potentiale von Materialien, die gemäß der Kreislaufwirtschaft wiederverwendet oder wiederverwertet werden können und wo Einsparungen entstehen können
    • Entwicklung eines konzernübergreifendem Konzeptes zur Einsparung von Einmalplastik
    • Einführung nachhaltiger Flugkraftstoffe (»ReFuelEU Aviation«)
    • Förderung nachhaltigen Verhaltens der Belegschaft (bspw. Bildung von Fahrgemeinschaften oder Nutzung des ÖPNVs, Reduktion von Papierverbrauch, Mülltrennung,...)
  • Maßnahmen zum Klimaschutz

    Bedeutung

    Bis zum Jahr 2030 soll der Airport komplett CO2-neutral betrieben werden. Dazu will der Flughafen München Konzern die ihm direkt zurechenbaren Treibhausgasemissionen durch eine breite Palette technischer Maßnahmen um 60 Prozent senken. Die restlichen 40 Prozent dieser Emissionen sind mit Technik nicht mehr wesentlich zu beeinflussen.

    Wesentliches Thema

    Maßnahmen

    • Einsatz von Torluftschleiern zur Reduktion von Wärmeverlusten
    • Energieeffizienz im Bestand verbessern
    • Außenbeleuchtung und Vorfeldbefeuerung auf LED-Technologie umrüsten
    • Fortführung der Schadstoffminderung und weiterer Ausbau der emissionsfreien Fahrzeugflotte
    • Green IT: Neubau eines Konzern-Rechenzentrums unter Berücksichtigung der CO2-Neutralität
    • Ausrüstung aller gebäudenahen Positionen des Terminal 1 mit Pre-Conditoned-Air (PCA)
    • Gepäckförderanlage: kontinuierlicher, schrittweiser Austausch der alten Motoren hin zu neueren, effizienteren Motoren zur Reduzierung des Energieverbrauchs
    • Vorantreiben des Projekts »Joint-Venture Biogasanlage«
    • Entwicklung eines Konzeptes »Net Zero MUC 2050« auf Basis der Net-Zero-Carbon-Initiative des ACI
  • Leben an Land

    Bedeutung

    Der Flughafen München ist sich als Betreiber einer großen Infrastruktur der Verantwortung für die Umwelt bewusst. Ziel ist es, die Auswirkungen auf die Umwelt und Natur auch im Interesse kommender Generationen so gering wie möglich zu halten. Aus diesem Grund war es von Anfang an Ziel des Planungskonzepts, den Flughafen optimal in seine Umgebung einzubetten. Derzeit sind rund zwei Drittel des Geländes innerhalb des Flughafenzauns Grünflächen. Den Flughafenwiesen neben den zwei Start- und Landebahnen kommt eine zentrale Bedeutung beim Erhalt seltener Pflanzen- und Tierarten zu.

    Wesentliches Thema

    Maßnahmen

    • »Öffentlichkeitskonzept Umwelt« umsetzen, beispielsweise Berichte zu mobilen Messkampagnen (Lärm & Luft) oder Teilnahme an BayernTourNatur und Münchner Nacht der Umwelt
    • Zusammenarbeit mit externen Stakeholdern am Campus, um eine Awareness Kampagne zum Thema Wildtierhandel zu entwickeln
  • Partnerschaften zur Erreichung der Ziele

    Bedeutung

    Für den Erfolg des Flughafens ist die gute Zusammenarbeit mit der Region unerlässlich. Nur im ständigen Dialog mit allen gesellschaftlichen Gruppen ist eine nachhaltige Entwicklung möglich. Aus diesem Grund tauschen wir uns mit unseren Stakeholdern – sei es unternehmensintern oder auf lokaler, regionaler, nationaler oder internationaler Ebene – kontinuierlich aus. Als verantwortungsvoller Nachbar unterstützt die FMG seit über 20 Jahren verschiedene Einrichtungen und Initiativen in der Region, die möglichst viele Menschen erreichen und nachhaltig wirken.

    Wesentliches Thema

    Maßnahmen

    • Ausbau bilateraler Kooperationen mit touristischen Partnern, die sich intensiv mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen
    • Sensibilisierung der touristischen Partner zum Thema Nachhaltigkeit
    • Umsetzung eines dialogorientierten Konzeptes für die Kommunikation der strategische Neuausrichtung der FMG
    • Zielgruppenspezifische Kommunikation bspw. durch Medienarbeit, Social Media und interne Kommunikationskanäle
    • Kommunikationsschwerpunkte ganzheitliche Nachhaltigkeit und CO2-Neutralität
    • Anpassungen der bestehenden Dialogformate an veränderte Rahmenbedingungen durch die Pandemie (Nutzung digitaler Plattformen beziehungsweise hybrider Formate)
    • Lobbyarbeit mit Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV), Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) und Airports Council International (ACI Europe)
    • Regelmäßige Veröffentlichung von Politikbriefen
    • Organisation und Durchführung parlamentarischer Abende im digitalen Format
    • Gespräche mit Kommunalpolitikern und Interessensvertretern der Flughafenregion führen
    • Etablierte, regionale Dialogplattformen fortführen (z.B. Nachbarschaftsbeirat und Flughafenforum)
    • Umfassende und frühzeitige Information der regionalen Stakeholder über geplante Entwicklungsprojekte am Flughafen sowie Realisierung von gemeinschaftlichen Projekten zwischen Flughafen und Region mit win-win-Charakter
    • Bereits bestehende Sponsoringvereinbarungen (in den Bereichen Sport, Soziales, Kultur, Bildung und Natur) erfüllen, neue Projektanfragen auf Basis der FMG-Sponsoringgrundsätze prüfen und intensiven Dialog mit den Sponsoringpartnern fortführen

Konzept des Dialogs für alle zentralen Stakeholder-Gruppen

Die FMG verfolgt ein dreistufiges Konzept des Stakeholder-Dialogs und fördert so Transparenz und gesellschaftliche Akzeptanz. Nur gemeinsam mit allen Anspruchsgruppen kann das Unternehmen kommenden Herausforderungen begegnen.

Qualität mit fünf Sternen

Eine anerkannte Stärke des Münchner Airports ist die Qualität der angebotenen Infrastruktur und Dienstleistungen. Der hohe Standard gilt in allen Bereichen.

5-Star-Airport, M mit 5 Sternen darunter (Logo)

München bleibt Weltklasse

Der Flughafen München ist der einzige 5-Star-Airport in der Europäischen Union und einer von nur sieben Hub-Airports weltweit, die dieses Gütesiegel tragen dürfen. Das gilt nach einem 2020 erfolgreich bestandenen Re-Zertifizierungsaudit auch weiterhin. Bei den jährlich verliehenen »World Airport Awards« von Skytrax konnte München den Titel »Bester Flughafen Europas« verteidigen. Im weltweiten Ranking verbesserte sich der Münchner Airport um zwei Plätze gegenüber dem Vorjahr auf den fünften Rang. Er wurde außerdem wieder zum besten Flughafen weltweit in der Größenklasse zwischen 40 und 50 Millionen Passagieren gekürt, und das Terminal 2 zum sechstbesten Terminal der Welt. Auch die Hotellerie ist Weltklasse: Das Hilton Munich Airport sicherte sich 2020 bei den »Best Airport Hotels in Europe« den zweiten Platz und den sechsten Rang unter den »World’s Best Airport Hotels«. Knapp zwölf Millionen Passagiere aus über 100 Ländern bewerteten bei der Befragung 550 internationale Flughäfen sowie zahlreiche Fluggesellschaften. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie fanden Befragungen von Reisenden zu den Messgrößen Passagiererlebnisindex (PEI) und Airport Service Quality (ASQ) nur von Januar bis März 2020 statt.

Qualitätsmanagement ist zertifiziert

Das am Flughafen München eingeführte Qualitätsmanagement auf Basis des internationalen Standards DIN EN ISO 9001:2015 schafft Strukturen, die die Bewertung und Verbesserung von Prozessen unterstützen. Durch eine stetige Prozessoptimierung positioniert sich der Flughafen München mit seinen hohen Qualitätsstandards erfolgreich am Markt.

Digital Airport

Die Digitalisierung verändert ganze Branchen und Wertschöpfungsketten. Das gilt auch für die Luftverkehrswirtschaft. Im Flughafen München Konzern sind bereits zahlreiche Passagierservices digitalisiert: Bezahlsysteme in den Shops, virtuelle Speisekarten in den Restaurants und Buchungssysteme für Parkplätze und Besucherrundfahrten. Die Herausforderung für das Unternehmen bei der Weiterentwicklung der digitalen Services besteht im Wesentlichen aus dem Erkennen von Digitalisierungspotenzialen und dem Evaluieren von Business Cases. Entsprechend müssen Veränderungsprozesse initiiert sowie zugehörige Projekte priorisiert und bereichsübergreifend gesteuert werden.

Zusätzlich zum bisherigen Fokus auf den Kundenzugang berücksichtigt die neu geschaffene Stabsstelle Digitalisierung auch die Bedürfnisse von Geschäftspartnern und Mitarbeitern sowie übergeordnete Konzerninteressen. Alle Themen werden mit Blick auf ihre Wirkung auf die Unternehmens- und Prozessbereiche sowie ihre Kostenoptimierungs- und Umsatzpotenziale priorisiert. Dabei liegt der Schwerpunkt derzeit auf der ökonomischen Bewältigung der Corona-Krise.

Digital Airport (Foto)
Digital Airport: Die biometrische Gesichtserkennung ermöglicht einen kontaktlosen Kontrollvorgang.

Krise als Chance für Veränderung

Auf dem Weg zum »Airport 4.0«

Unter dem Leitmotiv »Airport 4.0« bündelt der Flughafen verschiedene Themenfelder der Digitalisierung innerhalb des Konzerns. Die laufenden Projekte schaffen die technologischen Voraussetzungen für den Flughafen von morgen und die Rahmenbedingungen, mit denen das Verständnis für die digitale Transformation gefördert werden kann. Die Projekte beziehen sich auf verschiedene prozessuale Vorgänge im Unternehmen. Alle Initiativen stellen die Bedürfnisse der Kunden und der Mitarbeiter des Flughafens München in den Mittelpunkt. Durch die Corona-Pandemie war das Unternehmen im Jahr 2020 gezwungen, die meisten Projekte von »Airport 4.0« auszusetzen. Nur vereinzelte Projekte konnten fortgeführt werden, zum Beispiel weil sie kurz vor der Beendigung standen.

Digitalstrategie: Kundenservice, Vernetzung, Datenschutz, Automatisierung (Grafik)

Ausgewählte Projekte im Rahmen von »Airport 4.0«

Biometric Hub: Reisen mit Augenkontakt

Die biometrische Gesichtserkennung ermöglicht einen schnelleren Kontrollvorgang und birgt gleichzeitig einen deutlichen Hygienevorteil. Neben der gewohnten Identifikation per Bordkarte haben Reisende an ausgewählten Sicherheitskontrollstellen und Boarding Gates im Terminal 2 die Möglichkeit, die Durchgänge kontaktlos zu passieren.

Passagierweg-Analyse

Der Flughafen München arbeitet an Lösungen, die das Passagieraufkommen und die Auslastung in den Terminalbereichen prognostizieren. So können beispielsweise Service-Mitarbeiter vor Ort optimal eingesetzt, Wartezeiten minimiert und die hohe Aufenthalts- und Servicequalität am Münchner Flughafen für Reisende weiter gesteigert werden.

»Passngr«-App

Mit der »Passngr«-App erhalten Passagiere entlang der gesamten Reisekette individuell zugeschnittene Informationen über das Verkehrsgeschehen und Routenalternativen, über die Verfügbarkeit und Preise von Parkplätzen, über die voraussichtliche Dauer des Check-ins, Wartezeiten an der Sicherheitskontrolle sowie über Angebote der Restaurants und Shops. »Passngr« wurde 2020 um Informationen zu den jeweils geltenden Reisebeschränkungen im Luftverkehr erweitert.

Mitarbeitermobilität

Das Projekt »Optimized Campus Mobility« konzipiert die Mitarbeitermobilität auf dem Campus neu. Die Grundlage bilden Simulationen, die den Mobilitätsbedarf der Flughafenmitarbeiter abbilden und mit künftigen Infrastrukturentwicklungen am Campus verknüpfen. Auf diese Weise wird der optimale Mobilitätsmix identifiziert.

Social Intranet

Mit dem Projekt Social Intranet arbeitet der Flughafen München an einem Ort der Begegnung im digitalen Raum, einer Art »virtuellen Konzernzentrale« für alle Mitarbeiter. Ziel ist es, die Kommunikation und Zusammenarbeit im Unternehmen zu erleichtern sowie einen effizienten Informations- und Wissenstransfer zu unterstützen. Responsives Design wird die vollumfängliche Nutzung an stationären Arbeitsplätzen und mobilen Endgeräten gewährleisten. Im Jahr 2020 ist die Relevanz eines Social Intranet nicht zuletzt durch den hohen Anteil an Beschäftigten im Homeoffice deutlich gestiegen. Die Anforderungen hinsichtlich Information, Interaktion und Kollaboration wurden daraufhin nochmals überarbeitet und konkretisiert.

Global Reporting Initiative (GRI)
Unabhängige Institution, die weltweit anerkannte Richtlinien für die Nachhaltigkeitsberichterstattung veröffentlicht. Die GRI-Standards schaffen eine gemeinsame Sprache für Organisationen und Stakeholder, durch die die ökonomischen, ökologischen und sozialen Auswirkungen von Organisationen kommuniziert und verstanden werden können. Ziel ist neben einer Institutionalisierung der Kommunikation auch eine Vergleichbarkeit der Berichterstattung.

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